Auf der Suche nach der Zukunft des Buches

Am 10. 7. 2014 erschien im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein kleiner Beitrag von Jürg Altwegg “Märchen der Vernetzung: The Book Lab sucht nach dem Buch der Zukunft”. The Book Lab ist Gast im Rolex Learning Center der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne. Ein Experte weist Papier-Verlegern nur noch eine Nischenrolle zu. “Gegen Google, Apple, Amazon bleiben sie auf der Strecke”. Die beiden leidenschaftlichen Bücherliebhaber Umberto Eco und Jean-Claude Carrière sahen das in ihrem Buch Die große Zukunft des Buches (Deutsche Übersetzung München: Carl Hanser Verlag 2010) ganz anders und verfassten eine “Hommage an die Galaxie Guterberg, an das Buch als die größte Erfindung der Menschheit” (Waschzettel).
Sucht man mit Google nach der “Zukunft des Buches” erhält man 17 Millionen Anzeigen. Zur eigenen Meinungbildung darf ich drei knappe anregende Darstellungen herausgreifen: Sebastian Matthes’ “Zehn steile Thesen zur Zukunft des Buches”, “Die Zukunft des Buches”, einen Beitrag von Deutschlandradio Kultur vom 4. 3. 2014 und den gleichnamigen Artikel von Karin Pfeiffer-Stolz vom 23. 10. 2013 in Die Freie Welt. Die Internet- und Blogzeitung für die Zivilgesellschaft. Die düstere Prognose Clifford Stolls “Es wird eine Generation gut funktionierender Legastheniker kommen, für die ein Buch nichts anderes ist als Druckerschwärze auf eingetrocknetem Holzbrei.“ müssen wir – Gott sei Dank – nicht teilen, denn die Vermessung des Lesers hat gerade erst begonnen. Wir als Leser können und sollten durch unser (Kauf)Verhalten die Zukunft des Buches mitgestalten.

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